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Psychomotorik

Allgemeines Ziel des psychomotorischen Bewegungsunterrichts ist es, die Persönlichkeit des Menschen über motorische Lernprozesse zu entwickeln.  

Aufgrund der Erkenntnis, dass sich der Mensch seine Umwelt handelnd erschließt, lassen sich die dadurch erworbenen Kompetenzerweiterungen in folgende Bereiche gliedern:  

Ich-Kompetenz: Das Kind lernt seinen Körper in der Auseinandersetzung (im Handeln) mit seiner Umwelt kennen, seine Körperlichkeit wird zur Basis jeder Orientierung in der Welt. Der Mensch soll zunehmend differenzierte Körpererfahrungen wahrnehmen, erleben und verarbeiten.

Sachkompetenz: Der Umgang mit Materialien wird zum Gegenstand der Erkenntnis, über Materialerfahrungen werden zunehmend differenzierte Zusammenhänge der räumlich-dinglichen Welt wahrgenommen, erlebt und verarbeitet.

Sozialkompetenz: Der Umgang und das gemeinsame Handeln mit Partnern und in der Gruppe sollen den Menschen zu immer differenzierteren Selbst- und Sozialerfahrungen führen und dadurch Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und kommunikative Prozesse entwickeln.

Die Psychomotorik berücksichtigt daher die kausalen Verknüpfungen psychischer Vorgänge, wie z.B. Emotionalität oder Konzentration, aber auch die individuelle Persönlichkeitsanlage, welche das spontane Bewegungsspiel beeinflussen.                Es handelt sich dabei um ein ganzheitliches und entwicklungsorientiertes Konzept, das Wahrnehmung und Bewegung gleichermaßen fördert. 

Besondere Bedeutung hat hierbei das Zusammenspiel des psychischen Erlebens des Menschen bzw. seiner psychisch-seelisch-emotionalen Entwicklung und der Entwicklung von Motorik und Wahrnehmung. Die Einflüsse der sozialen und materiellen Umwelt auf das Gefüge von Psyche und Motorik werden dabei mit berücksichtigt.      

Kinder und Jugendliche mit Behinderungen können Probleme in den Bereichen Sensorik, Motorik, Emotion, Kommunikation und Kognition aufweisen. Neben der pädagogischen Förderung kann dabei die Psychomotorik einen bedeutenden Beitrag leisten, sowohl zur Bewegungserziehung, als auch zu einer positiven Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit des Menschen mit Behinderung.     

Die Astrid-Lindgren-Schule bietet den Schülerinnen und Schülern einmal wöchentlich unter Aufsicht und Anleitung der Therapeutischen Fachlehrer ein stufenübergreifendes Angebot im Bereich der Psychomotorik.                               

 

 

 

      
 

 

 

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