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Profil der Grundstufe

1. Lebens- und Entwicklungsalter der Schüler     

Die Grundstufe ist der „Eingangsbereich“ der Astrid-Lindgren-Schule. Die Grundstufe umfasst das erste bis vierte Schulbesuchsjahr. Eingeschult werden Kinder ab dem 6. Lebensjahr, die im körperlichen Bereich und/oder aufgrund ihres Lernverhaltens einen hohen Förderbedarf haben. Diesem erhöhten Förderbedarf kommen die Struktur und das Lernangebot unserer Grundstufe wie auch der weiterführenden Stufen im Besonderen entgegen. 

 

2. Gewichtung der Bildungsbereiche, inhaltliche Schwerpunkte, wesentliche Bildungsziele

In der Grundstufe werden die Voraussetzungen für weiteres schulisches Lernen geschaffen.                                                                                                                                         Dabei setzen wir in folgenden Bereichen Schwerpunkte:

Selbstkonzeptentwicklung:

* Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln,

* Orientierung im Schulalltag.

Soziales Verhalten:                                                                                                                           

* Hilfsbereitschaft,

* Regeln kennen lernen und einhalten,

* Tragfähige Beziehungen aufbauen und sich in die Gruppe einfinden.

Selbständigkeit:

* Lebenspraktische Fähigkeiten individuell abgestimmt vermitteln und eigenständig     umsetzen lernen.

Um dem Entwicklungsalter und Lernverhalten unserer SchülerInnen im Eingangsbereich zu entsprechen, bestimmen ein ganzheitliches, handlungsorientiertes und spielerisches Lernen den Unterricht unserer Stufe.

Der Bildungsbereich „Mensch in der Gesellschaft“, wie auch der Bildungsbereich „Natur, Technik, Umwelt“ werden zum Projektunterricht zusammengefasst. Projektthemen wie beispielsweise die Themen „Bauernhof“, „Vom Korn zum Brot“, „Gefühle“ werden fächerverbindend und ganzheitlich unterrichtet.

Darüber hinaus legen wir Wert auf einen “bewegten” Schulalltag, d.h. auf eine unterrichtsimmanente Förderung der Grob- und Feinmotorik.

Das Angebot im Bildungsbereich „Sprache/Deutsch“ beginnt bei basalen Kommunikations-angeboten und führt über das Bilder- und Symbollesen bis hin zum Silbenlesen und zu ersten Schritten zum Erfassen der Synthese. Die unterschiedlichen Lernausgangslagen der SchülerInnen werden durch das Zusammenstellen entsprechender Differenzierungsgruppen berücksichtigt.

Dabei gehen wir von einem „erweiterten Lesebegriff“, mit dem Schwerpunkt der Sinnentnahme, aus. Photos, Bilder und Symbole wie auch Wörter und Texte verweisen auf Vergangenheit und Zukunft und haben einen handlungsweisenden Charakter. Ein weiterer Schwerpunkt des Bildungsbereichs „Sprache/Deutsch“ ist die Erweiterung der kommunikativen Fähigkeiten des Kindes. Hier greifen wir bei Bedarf auf Gebärden oder Methoden der Unterstützten Kommunikation zurück.

Der Bildungsbereich „Mathematik“ erstreckt sich von pränumerischen Angeboten, d.h. Form, Farbe, Lage, Ordnungsmöglichkeiten kennenlernen und finden, bis hin zum Umgang mit Zahlen und dem Erarbeiten erster Grundrechenarten wie der Addition und Subtraktion. Auch im Bildungsbereich „Mathematik“ erfolgt ein auf die Kompetenzen der jeweiligen SchülerInnen individuell abgestimmtes Lernangebot.

Die in den Bildungsbereichen „Sprache“ und „Mathematik“ erworbenen Kompetenzen finden im Schulalltag in der fächerverbindenden Vorgehensweise ihre Anwendung, indem wir bspw. beim Kochen Bildrezepte lesen oder uns beim Einkaufen im Supermarkt anhand von Bildern und Photos orientieren und festlegen müssen, was und wie viel wir für welchen Preis einkaufen.  

 

3. Organisationsformen, klassenübergreifende Angebote

Die SchülerInnen werden in altersgemischten, heterogenen Klassen unterrichtet. Die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der SchülerInnen einer Klasse  finden in Form von entsprechenden Aneignungsmöglichkeiten des Lerngegenstandes ihre Berücksichtigung. So nähern wir uns bspw. beim Projekt „Vom Korn zum Brot“ dem Thema, indem wir Getreide fühlen und schmecken, Getreide zu Haferflocken pressen, einen Lerngang zu einer Mühle machen und diesen Lerngang in Form von Photos und Schrift dokumentieren und erste kleine Sachtexte darüber schreiben oder lesen.

Fester Bestandteil des Schulalltags der Grundstufe sind klassenübergreifende Angebote in Form von jahreszeitlich orientierten Sing- und Spielkreisen (Weihnachten, Fasching, Ostern, Geburtstage), gemeinsamen Theaterbesuchen in Jagsthausen oder Heilbronn wie auch dem jährlich stattfindenden Jungendfarmbesuch im 2. Schulhalbjahr.

Für unsere schwerbehinderten SchülerInnen bieten wir an drei Tagen pro Woche klassenübergreifende Fördereinheiten in Form von Basaler Stimulation und Kommunikation im Sinnesraum, Wahrnehmungsförderung im Snoezelenraum und Schwimmen am Warmbadetag an.

 

4. Beiträge zum Schulleben

Einmal wöchentlich findet der Schulchor statt, der von zwei Lehrerinnen der Grundstufe geleitet wird. Der Schulchor ist auch für SchülerInnen der anderen Stufen offen.

Darüber hinaus findet eine enge Kooperation mit dem Schulkindergarten statt. Das gemeinsame Feiern von Festen wie bspw. Fasching ermöglichen den Kindern ein erstes Kennenlernen von LehrerInnen und SchülerInnen der Grundstufe. Ein Informationselternabend für die Eltern der „Erstklässler“ des Schulkindergartens findet im Vorfeld der Einschulung statt und bietet ihnen die Möglichkeit, sich mit Strukturen und Inhalten des Schullebens vertraut zu machen.

 

5. Standortspezifische Möglichkeiten und Angebote

In Form von Lerngängen, Besuchen von nahe gelegenen Spielplätzen und das Nutzen der Einkaufsmöglichkeiten des Neubergs erkunden die SchülerInnen ihre unmittelbare räumliche Umgebung über die Grenzen des Schulhauses hinweg. Es besteht eine enge Kooperation mit dem Verein der Jugendfarm. Die Jugendfarm wird im zweiten Schulhalbjahr von allen Klassen der Grundstufe für ein bis zwei Wochen besucht.

 

 

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