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Comenius Projekt 2003-2006

(Hinweis: Informationen zum aktuellen Comenius-Projekt unserer Sonderpädagogischen Beratungsstelle finden Sie auf den Seiten der Frühförderung)

Vom Schuljahresbeginn 2003/2004 bis Schuljahresende 2005/2006 führte die Astrid-Lindgren-Schule im Rahmen des Unterrichts der Mittel- und Oberstufe ein internationales, auf drei Jahre konzipiertes Schulprojekt mit Sonderschulen in Polen, Lettland und der Tschechischen Republik durch.
Finanziell unterstützt wurde dieses Projekt durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen der Sokrates-Comenius-Programme.
Das wichtigste Ziel unseres Projektes wird schon durch den gewählten Titel deutlich:
„Getting to know each other - Einander kennenlernen“, bedeutet für uns, in direktem Austausch miteinander mehr über Schüler und Lehrer aus anderen Ländern und ihr persönliches und schulisches Lebensumfeld, ihre Kultur und die sie prägenden Traditionen zu erfahren.
Dieses Kennenlernen neuer, unbekannter, oft fremder Kulturkreise führt unseren bisherigen Erfahrungen nach zur Erweiterung des eigenen Blickwinkels und dadurch zu mehr Toleranz der eigenen schulischen und häuslichen Lebenswirklichkeit gegenüber, welches im multikulturellen Umfeld an unserer Schule positive Auswirkungen im tagtäglichen Miteinander zeigt.
Der Aufbau von Selbstzutrauen, die Erweiterung der individuellen Kommunikations-fähigkeiten, die Erarbeitung von Problemlöse-Strategien, der Erwerb basaler Fremd-sprachenkenntnisse, der Aufbau von Motivation sowie Lernerfahrungen im Einsatz multimedialer Technologien waren weitere in der Projektarbeit intendierte Ziele.
Aufgrund der sehr heterogenen individuellen Voraussetzungen der beteiligten SchülerInnen im Alter von 9 bis 15 Jahren hinsichtlich ihrer kognitiven und motorischen Leistungen, besonders auch im Umgang mit den Kulturtechniken, wurden alle Aktivitäten über den Projektzeitraum von 3 Jahren sehr handlungsorientiert konzipiert. Durch die Bildung fester Partnergruppen wurden für die beteiligten SchülerInnen stabile persönliche Kontakte erfahrbar.
Nachdem einige der beteiligten SchülerInnen im Laufe des Projektzeitraums in die nächste Stufe gewechselt waren, wurde unser Projekt, das in der Mittelstufe begann, zu einem echten Schulprojekt mit der Zusammenarbeit von Lehrkräften und SchülerInnen über alle Stufen hinweg.

Im  ersten Projektjahr 2003/2004 haben SchülerInnen und Lehrkräfte einen europäischen Personalausweis hergestellt, der Informationen über sie, ihre Familien, ihre Hobbys etc. auf Englisch und in ihrer Muttersprache enthält.
Diese Ausweise wurden mit den Partnerschulen während eines ersten Lehrertreffens in Warschau im Oktober 2003 ausgetauscht, wo zudem Einzelheiten über die teilnehmenden SchülerInnen sowie über mögliche Partnerschaften zwischen einzelnen SchülerInnen besprochen wurden.
Im Rahmen der Comenius-Woche 2003 haben unsere SchülerInnen T-Shirts mit den Flaggen der Partnerländer bemalt. Typische Weihnachtskarten und traditionelle Weihnachtslieder wurden den Partnern im Dezember 2003 zugeschickt und durch Fotos von den Weihnachtsaktivitäten und –feiern an den Schulen ergänzt.
Dies führte zu einer gemeinsamen Broschüre über Weihnachtstraditionen, die von der tschechischen Partnerschule für alle Schulen ausgestaltet wurde. Zu Ostern tonten die beteiligten SchülerInnen der Astrid-Lindgren-Schule für ihre Projektpartner Osteranhänger, welche sie ihren selbstgefertigten Ostergrüßen beilegten.
Zum Ende des ersten Projektjahres, im April 2004, bereiteten die Schüler landestypische Gerichte zu und fotografierten ihre Arbeit, von der Astrid-Lindgren-Schule wurde aus allen Beiträgen ein multinationales Kochbuch, illustriert durch PCS-Symbole, erstellt.

Das zweite Projektjahr 2004/2005 begann im Herbst 2004 mit der Vorstellung der Partnerschulen (mit Postern, Bildern, Broschüren, Texten, selbst erstellten Videos), welche mit den Weihnachtsgrüßen den Partnerschulen zugesandt wurden. Zudem wurde von unserer Schule ein Kunst-Geburtstagskalender mit Bildern und Geburtsdaten aller teilnehmenden SchülerInnen gestaltet, welcher den Partnerschulen
überreicht werden soll. Für die Schule, Region oder das Land typische Hand- und Werkarbeiten wurden bis Ostern 2005 von den SchülerInnen fertiggestellt und mit den Ostergrüßen mit den Partnern bei einem zweiten Lehrertreffen in Lettland ausgetauscht. Gegen Ende des zweiten Projektjahres haben sich die SchülerInnen über landestypische Traditionen und Geschichten ihrer Osterfeste anhand von Fotos,
Geschichten, Zeichnungen, Bildern etc. ausgetauscht und ein Geschichtenheft erstellt, welches von der polnischen Partnerschule ausgestaltet wurde.

Zu Beginn des dritten Projektjahres 2005/2006 hat ein drittes Lehrertreffen in Deutschland, Neckarsulm (vom 17. bis zum 22. Oktober 2005) stattgefunden, um den KollegInnen der Partnerschulen die Arbeit an unserer Schule vorzustellen und für den weiteren Projektverlauf notwendige Einzelheiten abzusprechen, insbesondere den mit einzelnen Schülern geplanten Abschluss des Projektes in der tschechischen Republik. Bis Ende Oktober 2005 wurde ein Herbarium mit typischen Pflanzen aus der schulischen Umgebung zusammengestellt. National, regional oder lokal typische Lieder, mit Noten versehen, und Tänze, welche auf Video, Kassette oder CD präsentiert wurden, wurden mit den Partnerschulen ausgetauscht. Unsere Partnerschule in Lettland hat daran anschließend die Ausgestaltung des Liederbuches
übernommen, und wir haben eine gemeinsame DVD mit allen Liedern und Tänzen zusammengestellt. Und schließlich wurden während eines letzten Treffens in der Tschechischen Republik, an welchem je 4 SchülerInnen einer jeden Partnerschule teilgenommen haben, selbstgefertigte typische Spiele oder Brettspiele persönlich ausgetauscht und miteinander ausprobiert.

Alle im Laufe der drei Projektjahre von den SchülerInnen gefertigten Projektergebnisse wurden in die an den 4 Partnerschulen eingerichteten Dauerausstellungen eingebunden und waren so für die gesamte Schulgemeinde wie auch für Besucher von außerhalb ein sichtbares Zeichen der Zusammenarbeit mit unseren Partnern.


Teilnehmende Projektschulen:

Astrid-Lindgren-Schule
(Schule für geistig- und körperbehinderte Kinder und Jugendliche)
Danziger Straße 40
74172 Neckarsulm/Deutschland
Ansprechpartnerin: Christa Kantner, Sonderschullehrerin

Specialni Skoly
(Schule für Kinder und Jugendliche mit besonderem pädagogischen Bedarf)
ul. Jablunkovska 241
73961 Trinec/Tschechische Republik
Ansprechpartnerin: Marta Labojova, Schulleiterin

Daugulu Speciala Internatskola
(Internatseinrichtung für Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf)
p./n. Dauguli
4225 Valmieras Rajons/Lettland
Ansprechpartnerin: Dace Sprince, Vize-Direktorin

Osrodek Szkolno – Wychowawczy Dla Dzieci Slabowidzacych
(Schule für sehgeschädigte Kinder und Jugendliche)
Kozminska 7
00-448 Warszawa/Polen
Ansprechpartnerin: Ewa Krynska-Borowska, Vize-Direktorin
 

 

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