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Profil der Berufsschulstufe

1. Lebens- und Entwicklungsalter der Schüler

Die Berufsschulstufe bildet die letzte Station innerhalb der Astrid-Lindgren-Schule, bevor die jungen Erwachsenen ins Arbeitsleben wechseln. Sie ist Ersatz für die allgemeine Berufsschule und dauert 3 Jahre. Die SchülerInnen sind in der Regel zwischen 15 und 20 Jahre alt.

 

2. Gewichtung der Bildungsbereiche, inhaltliche Schwerpunkte, wesentliche Bildungsziele

Das Lernen in der Berufsschulstufe:

* Erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten werden sowohl in der Praxis, als auch in der Theorie weiter ausgebildet und gefördert.

* Erwachsenenpädagogische Unterrichtsaspekte kommen zum Tragen.

* Schwerpunkt der Unterrichtskonzeption sind Berufswegeplanung und Berufsvorbereitung.

Das Arbeiten in Diensten und Kursen (Interne Berufsvorbereitung):

* Die SchülerInnen lernen und arbeiten in Dienstleistungs- und Arbeitsangeboten. Jeder arbeitet nach seinen Fähigkeiten und Neigungen bei verschiedenen Projekten mit (teilweise aus dem Klassenverband gelöst): Brezeldienst, Gartenprojekt, Reparaturservice, Nudelkaiser, Bügeldienst, Pausenbrötchenverkauf, Kettenwerkstatt, Wäschedienst und Verteilerküchendienst.

* Alle Arbeitsangebote sind ganzheitlich strukturiert, in ihrem Gesamtzusammenhang nachvollziehbar und erfordern die praktische Anwendung von kulturtechnischen Kenntnissen (bspw. abkassieren).

* Durch das Arbeiten in Diensten werden allgemein gültige Schlüsselqualifikationen für das spätere Arbeitsleben trainiert.

Zusätzlich:

* Im Werken lernen die Schüler grundlegende Holzbearbeitungsmethoden und arbeiten teilweise an schnell drehenden Maschinen. Sie fertigen dabei Werkstücke in Serienproduktion.

* Der schriftliche Wochenbericht ist eine Anforderung, die auch nach der Schulzeit von den SchülerInnen verlangt wird.

Mobilität:                                                                                                                                                  Um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können und Orte ohne größere Hilfe zu erreichen, aber teilweise auch, um nach dem Verlassen der Schule einer Anstellung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gerecht zu werden, ist es wichtig, den Arbeitsplatz mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder dem Rad erreichen zu können. Dies wird angebahnt durch:

* spezifisches Fahrtraining in Absprache mit dem Elternhaus,

* regelmäßige Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Schule.

Wohnen und Freizeit:                                                                                                                  Das Wohnen außerhalb des Elternhauses liegt für die meisten Schüler und Familien noch in weiter Ferne. Dieses Thema wird trotzdem im Unterricht immer wieder durch Gespräche  thematisiert und auch bei Schullandheimaufenthalten im Praktischen geübt.

Interessierte Familien können sich zusätzlich für die Möglichkeit eines Wohnpraktikums entscheiden.

Praktika außerhalb der Schule/externe Berufsvorbereitung:                                        Einen weiteren Pfeiler der Berufsschulstufenarbeit stellen Praktika dar, die den Schülern Einblicke in verschiedene Berufszweige ermöglichen sollen. Das Kollegium der Berufsschulstufe steht hierfür in ständigem Kontakt mit externen Kooperationspartnern (Familien, Agentur für Arbeit, Beschützende Werkstätten Heilbronn/Bad Friedrichshall und der Stiftung Lichtenstern, Integrationsfachdienst (IFD), Eingliederungshilfe, Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarkts, individuelle Kooperation mit dem Förder- und Betreuungsbereichen der Beschützenden Werkstätten).

Praktika in der Werkstätte für Menschen mit Behinderung:                                            Einmal im Jahr absolvieren die Schüler ein Praktikum in der WfbM (v.a. Beschützende Werkstatt  Bad Friedrichshall). Die Kooperation beginnt bereits im letzten Hauptstufenjahr. Der Anspruch an die SchülerInnen steigt durch die zunehmende Praktikumsdauer und die abnehmende Begleitung durch die Lehrkräfte.

Praktika auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt:                                                                       Das Akquirieren von geeigneten Praktikumsstellen wird von den Familien, den Lehrkräften und dem IFD unterstützt. Praktika dienen zum Schnuppern, geben Aufschluss über die eigene Leistungsfähigkeit oder bereiten ein Arbeitsverhältnis vor. Dies erfordert:

* Vorbereitung (Vorstellungstermin, Praktikumsordner anlegen)

* Durchführung ( Arbeiten, Führen des Praktikumsordners)

* Praktikumsbesuch (durch Lehrer und/oder IFD)

* Nachbereitung (Besprechung der Beurteilung)

Praktika werden auch für Weiterbildungsmaßnahmen organisiert (z.B. Anna-Haag-Haus). Während eines Praktikums sind die Schüler über die Schule versichert.

 Berufswegekonferenzen:

* Berufsberatungsgespräche finden jährlich statt (Oktober und Januar).

* Die Schüler lernen ihre Berufsmöglichkeiten kennen. Sie äußern  Wünsche, Vorstellungen und Ideen.

* Gesprächspartner sind: Schüler, Familie, KlassenlehrerInnen, Schulleitung, Kooperationspartner.

* Es wird jeweils ein Berufswegeplan erstellt und fortgeschrieben. Er bestimmt die berufsvorbereitenden Maßnahmen.

* Die Kompetenzanalyse ist Grundlage der Gespräche.

 

3. Organisationsformen, klassenübergreifende Angebote

Der Unterricht erfolgt im Klassenverband. Von dort aus werden differenzierte Lern- und Arbeitsgruppen gebildet.

Die besonderen Freizeitangebote der Berufsschulstufe finden in der Regel nach dem Unterricht statt. Voraussetzung zur Teilnahme ist selbständiges Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder ein von den Eltern organisierter Fahrdienst.

* Klettern: Montags in der Kletterarena HN in Kooperation gemeinsam mit der Hauptstufe.

* SMV-Aktionen werden 2x im Jahr stufenübergreifend organisiert. (z.B. Kino, Schuldisco).

* Zusätzlich werden 2x im Jahr weitere Freizeitaktivitäten für Schüler der Berufsschulstufe angeboten (z.B. Kneipentreffen, Billardspiel).

 

4.Beiträge zum Schulleben

Die SchülerInnen der Berufsschulstufe übernehmen im Schulalltag folgende Dienste: Brezeldienst, Gartenprojekt, Reparaturservice, Nudelkaiser, Bügeldienst, Pausenbrötchenverkauf, Kettenwerkstatt, Wäschedienst und Verteilerküchendienst, Servicebüro.                                                                                                                                      Sie helfen außerdem tatkräftig bei allen Festen und Veranstaltungen der Schule mit.

 

5. Standortspezifische Möglichkeiten und Angebote

Praktikumspartner der Berufsschulstufe sind die WfbM in Bad Friedrichshall, Heilbronn und Lichtenstern. Außerdem besteht ein feingliedriges Netz verschiedenster Kooperations- und Praktikumspartner im gesamten schulischen Einzugsgebiet.

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