
ASTRID-LINDGREN-SCHULE
Neckarsulm
Basale Kommunikation
Entwicklung der basalen Kommunikation vom Atemrhythmus über Lautäußerungen bis hin zum Aufbau der Ja-Nein Kommunikation.
Bei der basalen Kommunikation wird zunächst versucht sich in den Atemrhythmus von dem Schüler bzw. der Schülerin einzufühlen und mit ihr/ihm ein- und auszuatmen (wobei das Ausatmen mit einem „ Brummton „ hörbar gemacht wird).
Die Schüler/innen sollen die Erfahrung machen, dass „ ich durch meine Atmung kommunizieren kann“. „Ich kann ruhig, hektisch, tief, schnell, langsam, gepreßt oder auch mal kurz nicht atmen“.
Voraussetzungen: Ein ruhiger möglichst reizarmer Raum, mit gedämpften Licht und einer weichen Matte oder Unterlage.
Ziele bei der basalen Kommunikation mit dem Atemrhythmus und den Lautäußerungen:
- Wiederaufnahme der primären Kommunikation bzw. die Vermeidung ihres Abbruchs
- Aufbau kommunikativer Verhaltenstendenzen eines wechselseitigen Austausches
- Kommunikation auf vorsprachlicher Ebene z.B. Atemrhythmus, Blickkontakte, kommunikatives Lautieren, Berührungen, oder Klopfen bzw. Beklopfen.
Ziele für den Schüler bzw. die Schülerin:
- Angenehme Erfahrungen sammeln
- Sich sicher fühlen und angenommen sein ( wichtige Voraussetzung für alles Lernen )
- Entspannung: Nachlassen von Verkrampfung in Armen und Beinen, bzw. des ganzen Körpers
- Freude und körperliches Wohlempfinden entwickeln und/oder erleben
- Abbau von Angst, Unverständnis, Verspannung und Panik ( auf beiden Seiten)
- Abbau von Stereotypien und selbstverletzenden Verhaltensweisen
Aufbau von Kommunikation
Bei der basalen Kommunikation wird sowohl der Atemrhythmus als auch die Lautäußerungen imitiert. Bei der Imitation von Lautäußerungen entstehen kleine Wechselgespräche auf vorsprachlicher Ebene, die die Schüler/innen aus ihrem Deprivationszustand bzw. aus der Isolation holen sollen und befähigen im Rahmen IHRER Möglichkeiten zu kommunizieren.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der basalen Kommunikation ist der Aufbau der „ JA „ – „ NEIN „ Kommunikation
- Erschließen des aktiven vorsprachlichen, lautlichen Kommunikationsbereichs z.B. durch gezieltes „ Herrufen „. Lernen, dass Lautäußerungen eine Bedeutung haben.
- Durch gezieltes Fragen Schüler/innen in Entscheidungsprozesse führen
- Aufbau eines elementaren Sprachverständnisses
- Schüler/innen in die Lage versetzen, durch mimische und gestische Möglichkeiten, Wünsche und Gefühle zu äußern
- Ein besseres verstehen der Umwelt
- Vokalisationsdialoge durch Imitation von Lautäußerungen und Geräuschen
- Situative Benennung und verbale Begleitung des Tuns ( auf gleichbleibende Formulierungen achten)
- Lautäußerungen mit Mitteilungscharakter
- Kommunikation mit Körperkontakt durch rhythmisches Beklopfen mit dem Finger oder der Hand.